Neise-Areal

Wohnen & Wirtschaft

13 Bewerbungen für die Präqualifikation

Entwicklung des Neise-Areals schreitet voran

13 Bewerbungen für das Präqualifikationsverfahren

Insgesamt 13 Bewerbungen gingen im Zuge des ausgeschriebenen Präqualifikationsverfahrens zur Weiterentwicklung des Neise-Areals ein. In der letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeisterin Sylvia Tröger die einzelnen Bewerber vor, aus denen fünf ausgewählt wurden, deren Entwürfe nun in den Wettbewerb gehen. Am zehnten November werden die Ergebnisse der einzelnen Bewerber präsentiert, im Anschluss wird das Preisgericht tagen. Die Entscheidung, auf deren Basis auch die weitere Entwicklung beraten werden wird, wird am vierten Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Gemeinderat hat bereits im März 2016 einstimmig die städtebaulichen Entwicklungsziele für die künftige Bebauung des "Neise-Areals" und der angrenzenden Flächen, auf denen das Stutensee-Bad aktuell noch steht, beschlossen. Auf rund 1,4 Hektar soll dort ab 2018 ein sozial gemischtes Wohnquartier mit Miet- und Eigentumswohnungen entstehen, das für alle Altersgruppen attraktiv ist und auch bezahlbaren Wohnraum ermöglichen soll. Das einige Jahre brach liegende Gelände des ehemaligen Getränkegroßhändlers „Neise“ nahe der Stadtteilmitte Blankenloch wurde bereits im Jahr 2011 von der Stadt Stutensee erworben. Im darauffolgenden Jahr wurde dann der unbrauchbare und in die Jahre gekommene Gebäudekomplex des ehemaligen Getränkemarkts abgebrochen und das gesamte Areal freigeräumt, um es für die weitere Nutzung vorzubereiten.

In Zusammenarbeit mit einem Karlsruher Planungsbüro wurde die mögliche städtebauliche Entwicklung des Gebietes ausgearbeitet, wobei auch die mit dem Neubau des Stutensee-Bads freiwerdenden Flächen einbezogen wurden. Im Sommer 2016 einigte sich der Gemeinderat auf die konkreten Entwicklungsziele für das gesamte Gebiet: Aufgrund der angespannten Wohnungsmarktlage soll insbesondere die Schaffung einer bezahlbaren Wohnbebauung ein wesentliches Ziel darstellen. Um ausreichend begrünten Freiraum schaffen zu können und eine geregelte Parksituation zu ermöglichen, soll neben öffentlichen Parkplätzen auch eine angemessene Anzahl an Tiefgaragenplätzen geschaffen werden. Leitgedanke für die umzusetzende städtebauliche Entwicklung ist die Realisierung von sozialgemischtem Wohnen. Dabei soll beispielsweise generationenübergreifendes und barrierefreies Wohnen berücksichtigt werden. „Gerade aufgrund der aktuellen Preisentwicklung auf dem angespannten Wohnungsmarkt ist es erklärtes Ziel der Stadt, hier tätig zu werden und für alle Bevölkerungs- und Einkommensschichten ein geeignetes Wohnungsangebot zu schaffen“ erklärte Oberbürgermeister Klaus Demal die vorgestellten Planungen. Um dieses wichtige Entwicklungsziel auch ausreichend zu definieren, habe man im Auswahlverfahren ein Mindestangebot von 30 Prozent an bezahlbarem Wohnraum mit einer mindestens zehnjährigen Mietpreisbindung implementiert. Für das weitere Vorgehen soll ein Investorenwettbewerb durchgeführt werden. "Dieses Instrument bietet eine gute Möglichkeit, die Entwicklungsziele für das Quartier zu konkretisieren und auszuarbeiten" berichtet Bürgermeisterin Sylvia Tröger. Neben den vordefinierten Zielen fallen allerdings auch die architektonische und städtebauliche Qualität sowie das Kaufpreisangebot in die entscheidende Gewichtung, so Tröger.