Seniorenzentrum in Blankenloch wird erweitert

Stutensee

Die Evangelische Stadtmission Karlsruhe erweitert das Seniorenzentrum im Stadtteil Blankenloch mit einem neuen Anbau.

Vor wenigen Tagen wurden mit dem symbolischen Spatenstich die Arbeiten für den neuen Anbau am Seniorenzentrum im Stadtteil Blankenloch aufgenommen.

Die Evangelische Stadtmission Karlsruhe erweitert das Seniorenzentrum im Stadtteil Blankenloch mit einem neuen Anbau. Dieser wird sowohl zusätzliche Pflegeplätze als auch Flächen für gemeinschaftliche Nutzung enthalten. „Mit dieser Schnittstelle von Anbau und Bestand werden wir den gesetzlichen Ansprüchen gerecht“ wie Vorstandsmitglied Wolfgang Betting erklärt.

Hintergrund sind die gesetzlichen Änderungen der sogenannten Landesheimbau-Verordnung, die beinhaltet, dass für alle Bewohner von Pflegeheimen Einzelzimmer zur Verfügung stehen sollen. „Dadurch können wir insgesamt 81 bedarfsgerechte und moderne Pflegeplätze in Stutensee anbieten“, berichtet Dr. Martin Michel, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Karlsruhe. Die Baumaßnahme wird rund 15 Monate dauern und zusätzlich durch das Deutsche Hilfswerk mit 300.000 Euro gefördert.

„Die Gesellschaft wird immer älter, dadurch ist die Erstellung altersgerechten und dabei noch bezahlbaren Wohnraums eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit“, so Oberbürgermeister Klaus Demal. Mit dem weiteren Ausbau des Seniorenzentrums werde ein weiteres wichtiges Stück Zukunftsvorsorge getroffen, so der OB. Der Spatenstich für den Anbau des Seniorenzentrums ist auch der Startschuss für die Entwicklung eines Quartiermanagements im Stadtteil Blankenloch.

Für die entsprechende Kooperation mit der Evangelischen Stadtmission Karlsruhe und dem Heidelberger Institut für Gerontologie hatte der Gemeinderat der Stadt Stutensee bereits im Spätjahr grünes Licht gegeben. In diesem Zuge soll auf langfristiger Basis eine Gebietsstruktur entwickelt werden, die bedarfsgerechte Wohnangebote möglich macht. „Ziele der Arbeitsfelder sind ein wertschätzendes gesellschaftliches Umfeld, eine tragende soziale Infrastruktur, bedarfsgerechte Dienstleistungen sowie wohnortnahe Beratung und Begleitung“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Demal. Gesundheit und Sicherheit im Alter seien zentrale Themen der Gesellschaft und bedingen den Aufbau eines sozialen Aktivitätsnetzes einschließlich der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, so Demal weiter.

Gemeinsam mit dem Evangelischen Verein für Stadtmission Karlsruhe e.V. erarbeitet man nun ein Quartierskonzept, um die Weichen für eine generationsgerechte räumliche Infrastruktur zu schaffen. Diese Entwicklung wird auch vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) sowie dem Deutschen Hilfswerk (DHW) gefördert. Das Konzept soll mithilfe der Auswertung von statistischen Daten, der Befragung von Schlüsselpersonen, Zukunftswerkstätten sowie Netzwerkanalysen erarbeitet werden. Im Vordergrund steht dabei stets der „sozialraumorientierte Versorgungsansatz“.