Feuerwehr & Bevölkerungsschutz

Der Brand- und Katastrophenschutz gehört zu den elementaren Bestandteilen der Daseinsvorsorge.

Nachdem der Schutz der Bevölkerung im Verteidigungsfall glücklicherweise nicht mehr oberste Priorität hat, stehen heute Naturkatastrophen, z.B. infolge des Klimawandels, oder die Auswirkungen auf Mensch und Natur von anderen Schadensereignissen, z.B. Industrieunfällen, klar im Vordergrund.

Neben den staatlichen Einrichtungen spielen hier gerade auch ehrenamtliche Strukturen, beispielsweise die Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, eine sehr bedeutende Rolle.

Gleichzeitig sind der Selbstschutz und die eigene Vorbereitung unverzichtbarer Bestandteil für die Bewältigung von Ausnahmesituationen.

Feuerwehrnotruf

112 (europaweit)

Feuerwehr

Die Stadt Stutensee verfügt über eine moderne, gut ausgestatte Freiwillige Feuerwehr. Analog zu den vier Stadtteilen setzt sich die Feuerwehr Stutensee aus den Abteilungen Blankenloch, Friedrichstal, Spöck und Staffort zusammen.

Mit Ausnahme des Feuerwehrkommandanten und eines Gerätewartes sind die Feuerwehrangehörigen ehrenamtlich tätig und verrichten ihren Feuerwehrdienst neben dem Beruf und in ihrer Freizeit. Mehr Informationen zur Freiwilligen Feuerwehr und die Ansprechpartner in den Abteilungen, finden Sie auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee.

Katastrophenschutz

Die Stadt Stutensee unterhält nach wie vor ein Sirenennetz für die Alarmierung der Bevölkerung in besonderen Situationen. Gleichzeitig werden spezielle Einsatzpläne für besondere Lagen vorgehalten und fortgeschrieben.
Darüber hinaus sollte jeder Haushalt sich selbst auf mögliche Gefahrensituationen vorbereiten. Wichtige Hinweise gibt insbesondere das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Verschiedene Broschüren hierzu liegen im BürgerBüro und seinen Außenstellen aus oder können auf der Homepage des BBK heruntergeladen werden.

Fahrzeuge der Feuerwehr Stutensee
Die Feuerwehr Stutensee

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2016 der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee

132 Einsätze, Ehrungen, Beförderungen, Berichte und vieles mehr...

"Auch im vergangenen Jahr wurden wir in Stutensee von großen Unglücken verschont, aber dennoch in vielerlei Hinsicht gefordert. Ich möchte hier nur an den Brand der Friedrichstaler Mühle, aber auch den schweren Verkehrsunfall auf der L 560 erinnern, der uns doch über mehrere Stunden beschäftigte und auch in physischer sowie psychischer Hinsicht eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte darstellte", erklärte der hauptamtliche Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee, Klaus Dieter Süß, in der Einleitung zu seinem Jahresbericht bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Spechaahalle.

Süß machte darauf aufmerksam, dass dieses Jahr neue Aufgaben auf die Feuerwehr zukommen werden. Hier im Besonderen beim Thema Brandschutzerziehung sowie Brandschutzunterweisung in den Anschlussunterbringungen der Stadt. "Wir sind bereit dafür und werden unseren Beitrag leisten" heißt es im Jahresbericht der Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe von Kreisbrandmeister Thomas Hauck.

Insgesamt zu 132 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Stutensee vergangenes Jahr gerufen, diese unterteilten sich in 38 Brandeinsätze, 49 Technische Hilfeleistungen, 17 sonstige Einsätze, beispielsweise Brandsicherheitswachen sowie 28 Fehlalarme.

Insbesondere die Ausbildung nimmt in der Stutenseer Feuerwehr einen hohen Stellenwert ein. Es wurden von den Abteilungen 168 Übungen und Unterrichtsabende veranstaltet. Daneben haben 101 Feuerwehrangehörige verschiedene Lehrgänge auf Kreisebene oder an der Landesfeuerwehrschule besucht. Erstmals hat die Feuerwehr Stutensee 10 Feuerwehrangehörige zu Einsatz-Sanitätern ausgebildet.

Die Ausbildung beinhaltete eine 80-stündige theoretische und praktische Ausbildung. Dadurch wird die Stutenseer Feuerwehr jedoch nicht in Konkurrenz zum Rettungsdienst treten, da die Zuständigkeiten im Feuerwehr- und Rettungsdienstgesetz eindeutig beschrieben sind.

Jugendfeuerwehrwart Michael Pfattheicher präsentierte auf der Jahreshauptversammlung die anhaltend gleichbleibenden  Mitgliederzahlen. Insgesamt 82 Jugendliche, davon 61 Jungen und 21 Mädchen sind derzeit Mitglied bei der Jugendfeuerwehr Stutensee.

Weiter berichtete der Jugendwart über die zahlreichen Aktivitäten der Jugendgruppen und unterstrich das große Engagement der Jugendbetreuer. In seinem Bericht gab er nicht nur einen Rückblick über vergangene Aktionen wie Kino- und gemeinsamer Schwimmbadbesuch im Stutensee-Bad, sondern auch einen Ausblick auf das Jahr 2016. So findet beispielsweise am 11. Juni 2016 die Abnahme der Jugendleistungsspange im Stadtteil Blankenloch statt.

Die Feuerwehr Stutensee darf hierbei der Gastgeber für den Landkreis Karlsruhe sein. Hierfür werden noch  aus den Reihen der aktiven Einsatzabteilung Helfer, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen sollen, benötigt.

Der Kreisbrandmeister Thomas Hauck überbrachte auf der diesjährigen Hauptversammlung die Grüße vom Landkreis und von Unterkreisführer Nees. In seinem Bericht verglich er die Feuerwehr mit einem Familienbetrieb. Er zeigte anschaulich wie eine Feuerwehr „funktioniert“ und welche Aufgaben die einzelnen Organe in so einem Unternehmen, verglichen mit der Feuerwehr, wahrnehmen müssen.

Zwei Punkte hob Hauck in seinem Bericht besonders hervor, zum einen das geschlossene Auftreten der Feuerwehr zum Thema Migration sowie die Gemeinschaftsunterkünfte und Anschlussunterbringungen. Zum Anderen sollte man bei den Feuerwehren noch einmal das Abteilungsdenken kritisch hinterfragen. Schließlich wurde die Gemeinde- und Gebietsreform schon vor 40 Jahren vollzogen.

Leider ist dies aber noch nicht in allen Köpfen der Feuerwehr angekommen. Es sollte dringend über eine Optimierung nachgedacht werden, die im ersten Schritt die Verwaltung schlanker gestaltet und im zweiten Schritt die Einsatzkräfte in weniger Einzelabteilungen bündelt um so die Kräfte besser und gezielter nutzen zu können erklärte Thomas Hauck.

Im Anschluss an seine Grußworte zeichnete er Thomas Herrmann mit dem Silbernen und Rudolf Brausam mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes aus.

Kommandant Klaus Dieter Süß, Oberbürgermeister Klaus Demal, Rudolf Brausam und Kreisbrandmeister Thomas Hauck.
Kommandant Klaus Dieter Süß, Oberbürgermeister Klaus Demal, Rudolf Brausam und Kreisbrandmeister Thomas Hauck.

Neben den Jahresberichten standen auch zahlreiche Beförderungen und weitere Ehrungen auf der Tagesordnung: Zum Feuerwehrmann wurden Max Domhardt, Julian Faas, Marcel Jung, Christian Muck, Sven Schulz, Jan Ernst, Kevin Grauper, Kevin Lewald sowie David Schneider ernannt. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde Mona Banspach, zum Oberfeuerwehrmann Martin Elwert, Maximilian Greilach, Michael Weng, Manuel Brausam, Benjamin Fretz und Christoph Ortlieb ernannt. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Rainer Geissler befördert, sowie Stefan Hauth und Daniel Schaaf zu Löschmeistern.

Mit der bronzenen Ehrennadel der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee für 15-jährige Mitgliedschaft, konnten Joachim Breyer, Sascha Hanke, Raphael Paulus und Jens Sokopp geehrt werden. Des Weiteren wurden Michael Hoffner und Erik Stephan mit der silbernen Ehrennadel der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee für 30 Jahre Mitgliedschaft, ausgezeichnet.

Kommandant Klaus Dieter Süß, Mona Banspach, Maximilian Greilach, Christoph Ortlieb, Manuel Brausam, Martin Elwert, Benjamin Fretz und Oberbürgermeister Klaus Demal.
Kommandant Klaus Dieter Süß, Mona Banspach, Maximilian Greilach, Christoph Ortlieb, Manuel Brausam, Martin Elwert, Benjamin Fretz und Oberbürgermeister Klaus Demal.

Oberbürgermeister Klaus Demal überbrachte den Dank der Stadt sowie die Grüße des Gemeinderates und der Ortschaftsräte. "Die politischen Gremien und die Verwaltung sind sich bewusst, welche wichtigen Aufgaben die Männer und Frauen der Feuerwehr in ihrer Freizeit leisten", erklärte Demal.

Er kündigte zudem an, dass die Stadt Stutensee im Jahr 2016 für die Feuerwehr einen weiteren Gerätewagen für Logistik beschaffen werde, um so die Effektivität und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr noch mehr zu verbessern. "Die Menschen in Stutensee sind froh, dass es Sie, liebe Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, gibt, und dass man sich auf Sie stets verlassen kann. Deshalb möchte ich Ihnen für Ihr unermüdliches und selbstloses Engagement, auch im Namen des Gemeinderats, Dank und Anerkennung aussprechen", so der Oberbürgermeister.